Saarbrücken // SPORTCAMPUS SAAR
Olympia- & Leistungsstützpunkt
Landessportverband Saarland
Kommentar der Jury
Der mit dem 1. Preis ausgezeichnete Entwurf überzeugt durch eine starke architektonische Idee: Das Gebäude ist als „Landschaft in Architektur“ konzipiert und fügt sich selbstverständlich in die bestehende Bebauung sowie in den angrenzenden Naturraum ein. Durch die gestaffelte Anordnung der Baukörper entstehen plateauförmige Ebenen, die über großzügige Treppen und Rampen miteinander verbunden sind und die unterschiedlichen Geländeniveaus elegant verknüpfen.
Zwei gleichwertige Eingänge und klar strukturierte Erschließungsbereiche sorgen für eine gute Orientierung. Die offenen Treppenhäuser bieten vielfältige Blickbezüge in die Hallen, während die Nebenräume kompakt und funktional organisiert sind. Das Raumprogramm wird nahezu vollständig erfüllt.
Besonders prägend ist die Verbindung von Architektur und Landschaft: Begrünte Fassaden aus Streckmetall lassen das Gebäude mit seiner Umgebung verschmelzen. Ein schlüssiges Energiekonzept unterstützt diesen nachhaltigen Ansatz. Gleichzeitig setzt der Entwurf auf einfache, wirtschaftliche Materialien und Konstruktionen. Trotz des höheren Aufwands für die komplexen Außen- und Dachflächen würdigt die Jury den Entwurf als selbstbewussten, originellen und identitätsstiftenden Beitrag zur Weiterentwicklung des Sportcampus.
1.
Planungsgebiet // Halle 40
2.
Platz und Eingangsdefinition //
städtebaulicher Abschluss // Aufwertung
der Freiraumqualität // Städtebau
3.
Funktionsanordnung // kurze Wege // optionale Umnutzung der Geräteturnhalle, auf Grund der Gebäudetiefe // Wirtschaftlich - kein „Eingraben“ // Nachhaltigkeit
4.
Erschließung & ebenerdige
Entfluchtungen // Brandschutz
5.
Innere Erschließung //
Stiefel- und Turnschuhgang // Organisation
6.
Blickbeziehungen und visuelle
Kommunikation // Kommunikation im Raum
7.
Reminiszenz // Identifikation mit dem
saarländischen Kulturgut
// Saarländische Industriekultur
8.
Statik -Tragwerk // Konstruktion
9.
Verschmelzung mit dem Saarkohlewald
// Qualifizierung des Außenraums // Mirkoklima
10.
Belebung & Mehrwehrt für den
Sportstandort - Campus
// Aktivierung der Dachflächen
11.
Treffpunkt Sport // Unter freiem Himmel „Rotes Band“ // Freies Training
12.
Sportwerk // Sportberg // Konzeption
Lageplan
Ein Ort für Leistung, Bewegung und Identität –
Der SPORTCAMPUS SAAR in Saarbrücken
Mit dem Neubau von zwei Sporthallen, einer Multifunktionshalle, modernen Athletik- und Krafträumen sowie großzügigen Physiobereichen entsteht am SPORTCAMPUS SAAR in Saarbrücken ein zukunftsweisendes Zentrum für Leistungssport, Nachwuchsförderung und Breitensport im Saarland. Das Projekt ist weit mehr als eine klassische Sportstätte: Es ist ein Ort, an dem Training, Konzentration und Gemeinschaft zusammenkommen – eingebettet zwischen Campus, Sportplätzen und Grünflächen. Als Ergänzung des Olympia- & Leistungsstützpunkt des Landessportverbandes Saarland setzt der Standort ein starkes Zeichen für die sportliche Entwicklung der Region.
Die neuen Sport- und Trainingsflächen schließen nicht nur eine städtebauliche Lücke, sondern formen gemeinsam mit den bestehenden Anlagen das Herzstück des SPORTCAMPUS SAAR. Hier entsteht ein leistungsfähiger Sportstandort für Kaderathletinnen und -athleten, Nachwuchstalente, Vereine, Schulen und den organisierten Sport im Saarland. Der Campus wird damit zu einem zentralen Anlaufpunkt für Training, Wettkampf, Regeneration und sportliche Begegnung in Saarbrücken und weit darüber hinaus.
Leistungsorientierte Infrastruktur für den Olympia- & Leistungsstützpunkt
Die beiden Sporthallen bilden gemeinsam mit der Multifunktionshalle das funktionale Herz des SPORTCAMPUS SAAR. Ergänzt werden sie durch moderne Athletik- und Krafträume für gezieltes Kraft- und Konditionstraining sowie durch professionelle Physiobereiche für Regeneration, Prävention und Rehabilitation. Diese enge Verzahnung von Training, Wettkampf und Betreuung schafft optimale Bedingungen für leistungsorientierten Sport.
Als zukünftiger Olympia- & Leistungsstützpunkt des Landessportverbandes Saarland ist der Standort auf hohe sportliche Anforderungen, intensive Nutzung und flexible Trainingsformate ausgelegt. Gleichzeitig profitieren Nachwuchsarbeit, Vereins- und Schulsport von der hochwertigen Infrastruktur. Der SPORTCAMPUS SAAR in Saarbrücken wird damit zu einem zentralen Baustein für die langfristige Entwicklung des Sports im Saarland – vom Talent bis zur Spitze.
6.A.
Konzeptskizze // Blickbeziehungen //
Kommunikation im Raum // Blick aus Richtung Geräteturnhalle Ebene 1.
6.B.
Konzeptskizze // Blickbeziehungen //
Kommunikation im Raum // Blick aus Richtung Turnschuhbereich Ebene 4.
Ein neuer Leuchtturm
für den Sport im Saarland
Damit entsteht in Saarbrücken ein leistungsfähiger, identitätsstiftender Sportstandort für das gesamte Saarland. Der SPORTCAMPUS SAAR verbindet zwei Sporthallen, eine Multifunktionshalle, Athletik- und Krafträume sowie Physiobereiche zu einem ganzheitlichen Trainings- und Bewegungszentrum.
Als zukünftiger Olympia- & Leistungsstützpunkt des Landessportverbandes Saarland steht der Campus für Qualität, Nachhaltigkeit und sportliche Zukunftsfähigkeit – ein Ort, der Leistung ermöglicht, Gemeinschaft stärkt und dem Sport eine starke, zeitgemäße Bühne gibt.
Ebene 1
Turnhalle [ Leistungssport Turnen ]
Ebene 2
Athletiktraining & Multifunktionshalle [ Leistungssport Fechten ] // Umkleiden
Ebene 4
Sporthalle [ Leistungssport Handball ] // Meeting & Besprechung
Architektur als begehbare Landschaft
am SPORTCAMPUS SAAR
Die Architektur versteht sich als begehbare Landschaft. Gestaffelte Ebenen, großzügige Treppen und fließende Übergänge verbinden Innen- und Außenräume, Training und Aufenthalt, Alltag und Wettkampf. Wer den SPORTCAMPUS SAAR in Saarbrücken betritt, spürt sofort: Dieser Ort ist auf Leistung ausgerichtet – und zugleich offen, einladend und lebendig. Blickbeziehungen, Bewegungsachsen und Aufenthaltsbereiche sind so gestaltet, dass Sport nicht nur betrieben, sondern auch erlebt und sichtbar wird.
Inspiriert von der Industriekultur des Saarlandes erzählen die Gebäude von Präzision, Kraft und Ausdauer. Das robuste Tragwerk und die markanten Fassaden aus Streckmetall stehen für Klarheit, Ehrlichkeit und Funktionalität. Gleichzeitig verleihen sie dem Ensemble eine starke, unverwechselbare Identität, die den SPORTCAMPUS SAAR auch nach außen sichtbar macht. Begrünte Flächen und Außenräume verweben die Architektur mit ihrer Umgebung und machen den Campus zu einem Ort, der auch jenseits des Trainings genutzt und belebt wird.
Der Outdoor Sport Loop –
Bewegung als architektonisches Erlebnis
Ein besonderes Highlight des Projekts ist der „Outdoor Sport Loop“. Ein rotes Band führt als Rundlauf um und über die beiden Sporthallen bis auf die Dächer – vorbei an Trainingsstationen, Aufenthaltsbereichen und eindrucksvollen Ausblicken über den SPORTCAMPUS SAAR und die Umgebung von Saarbrücken. Hier wird Bewegung sichtbar, hier wird Architektur selbst zum aktiven Element des Campus.
Der Loop richtet sich gleichermaßen an Leistungs- wie an Freizeitsportlerinnen und -sportler. Er ergänzt die zwei Sporthallen, die Multifunktionshalle, die Athletik- und Krafträume sowie die Physiobereiche zu einem zusammenhängenden Bewegungs- und Trainingssystem und macht den Campus zu einem offenen, lebendigen Sportort.
Schnitt A - A
Schnitt B - B
Schnitt C - C
Ansicht Nord
Ansicht West
Konstruktion und Materialität – Wirtschaftlich, robust und zukunftsfähig
Der Entwurf setzt auf eine klar strukturierte, wirtschaftliche Bauweise mit hohem Vorfertigungsgrad. Innenwände in Holzrahmenbauweise sowie vorgehängte Fassadenelemente aus Streckmetall werden modular gefertigt und ermöglichen eine schnelle, effiziente Realisierung. Die robuste, wartungsarme Fassade ist langlebig und optimal auf den intensiven sportlichen Betrieb am SPORTCAMPUS SAAR in Saarbrücken abgestimmt.
Die ruhige, klare Fassadengliederung folgt direkt dem architektonischen Konzept. Durch die geschickte vertikale Stapelung der Funktionen kann weitgehend auf aufwendige Eingriffe in das Gelände verzichtet werden. Teure Erdarbeiten und unnötige Erschließungen entfallen – eine Grundentscheidung, die eine solide wirtschaftliche Basis für das Projekt schafft.
Die Sporthallen werden über materialoptimierte Stahlfachwerke überspannt, die große Spannweiten ermöglichen und zugleich hohe Steifigkeit bieten. Gerade die gestapelte Anordnung stellt hohe Anforderungen an Schwingungs- und Komfortwerte. Das gewählte Tragwerk erfüllt diese Anforderungen effizient und zuverlässig. Standardisierte Stahlquerschnitte sorgen zusätzlich für eine wirtschaftliche Umsetzung. Erschließungs- und Nebenbereiche werden in Massivbauweise mit vorgefertigten Bauteilen realisiert und ergänzen das Gesamtsystem zu einer robusten, langlebigen Struktur.
Konstruktion und Materialität – Wirtschaftlich, robust und zukunftsfähig
Energetisch und ökologisch ist der SPORTCAMPUS SAAR in Saarbrücken zukunftsfähig konzipiert. Die massive Erschließungsspange wird zur Bauteilaktivierung genutzt, natürliche Nachtauskühlung und die Speichermasse der Konstruktion reduzieren den Energiebedarf. Die Streckmetallfassaden dienen gleichzeitig als Sonnenschutz, während extensive Dachbegrünungen Dämmung und Mikroklima verbessern.
Photovoltaikanlagen auf den Dächern erzeugen Solarstrom direkt am Campus. Tageslichtnutzung und effiziente Beleuchtung senken zusätzlich den Stromverbrauch. Eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung sorgt für ein angenehmes Raumklima in Sporthallen, Multifunktionshalle, Athletik- und Krafträumen, Physiobereichen, Umkleiden und Nebenräumen.
Regenwasser wird in Zisternen gesammelt und für Bewässerung und Sanitärnutzung eingesetzt – wertvolles Trinkwasser wird so eingespart und der SPORTCAMPUS SAAR nachhaltig bewirtschaftet.
Entwurfsbedingte Kosteneffizienz
Stahltragwerk // wirtschaftlich Zeit und Montage // wirtschaftliches 6m Raster // Leichtbauweise // geringere Konstruktionshöhen - geringeres Volumen BRI // recyclebar
Modul- Elementbauweise // industrielle Vorfertigung [ Kostensicherheit//Terminsicherheit] // Wirtschaftliches Fassadenmaterial Fassadenelement selbstaussteifend einfachere UK Gewichtseinsparung
“Low - Tech” Energiekonzeption Mittelspange Bauteilaktivierung Baulicher Sonnen- und Sichtschutz // auf zweiter Ebene kann kostengünstiger geplant werden Photovoltaik Differenzierte Lüftungseinheiten mit Wärmetauscher Regenwasserzisternen